FriedensForum 2/2026

Editorial

von Redaktion FriedensForumMartin Singe

Liebe Leserin, lieber Leser,
das Jahr 2026 hat leider katastrophal begonnen. Kaum hatten wir uns ein friedvolleres neues Jahr gewünscht, erfolgte der Angriff der USA auf Venezuela mit etwa 100 Toten und der Entführung des Präsidenten Maduro. Zuvor waren schon über 120 Menschen bei mörderischen Angriffen auf venezolanische Schiffe ums Leben gekommen. Nun der Besitzanspruch Trumps auf Grönland. Und zudem sein Vorschlag einer neuen Trump-UNO, zu der Deutschland nicht mal ein sofortiges Nein hervorbringen konnte.

Unser Schwerpunkt widmet sich dem Thema Aufrüstung. Trumps Rückzug von Europa und seine Infragestellung der NATO werden von der EU und Deutschland als zusätzliche Argumente für weitere massive Aufrüstung missbraucht – bis hin zur neuerlichen Debatte um einen eigenen europäischen „Atomschirm“ oder gar eine deutsche Bombe! Zudem werden die Rüstungsexporte intensiviert und damit die Befeuerung der Kriege weltweit.

Andererseits konnten wir den 5. Jahrestag des Atomwaffenverbotsvertrags feiern und das Fehlen Deutschlands bei diesem Vertrag anmahnen. Überall haben die Vorbereitungen auf die Ostermärsche begonnen, die ein kraftvolles Zeichen gegen Aufrüstung und Krieg werden können. Auch steht der zweite Schulstreik gegen die neue Wehrpflicht am 5. März unmittelbar bevor. Verweigern wir uns allen Kriegsvorbereitungen! Wir wollen trotz der desaströsen aktuellen Lage nicht nachlassen, für friedenspolitische Alternativen zu streiten! Eine andere Welt ist möglich – diese Hoffnung geben wir nicht auf!

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Martin Singe

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Martin Singe ist Redakteur des FriedensForums und aktiv im Sprecher*innenteam der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt".