FriedensForum 3/2026

Editorial

von Christine SchweitzerRedaktion FriedensForum

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wer meinte, dass es nach dem Krieg in Gaza und der fortgesetzten Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus der Westbank kaum noch schlimmer werden könnte, sah sich getäuscht: Ende Februar griffen Israel und die USA den Iran und den Libanon an und seitdem herrscht offener Krieg in der gesamten westasiatischen Region. Wenn dieses Heft in den Druck geht, ist noch kein Ende des Krieges - dessen Ziele selbst den europäischen NATO-Verbündeten unklar sind – in Sicht. Auch ist nicht abzusehen, ob die europäischen Staaten nicht doch noch dem Druck der USA nachgeben und Militär zur Unterstützung in die Region schicken. Gegen Russland und Belarus wurden 2022 massive Sanktionen verhängt – bei den USA begnügt man sich mit vorsichtiger Kritik bis Zustimmung. Nur die spanische Regierung fand deutliche Worte, wie sie sie auch schon zum Krieg gegen Gaza fand.

Der Krieg in der Ukraine scheint darüber in der öffentlichen Aufmerksamkeit in den Hintergrund getreten zu sein. Die letzten Verhandlungen bis Ende März, von denen man weiß, fanden Anfang Februar statt und ergaben lediglich einen Gefangenenaustausch. 
Der Schwerpunkt dieses Heftes sind Kriege auf dem afrikanischen Kontinent. Sie stehen den angesprochenen Kriegen an Grausamkeit und Zahl der Opfer um nichts nach, aber werden nur selten thematisiert. Aber natürlich haben wir versucht, auch zum Krieg gegen den Iran ein paar Beiträge einzuwerben.

Wir danken allen Autor*innen und für dieses Heft besonders Annegret Krüger und Dr. Wolfgang Heinrich für die Beratung zum Schwerpunkt! Unseren Leser*innen wünschen wir eine hoffentlich interessante Lektüre!

Für die Redaktion
Christine Schweitzer

Rubrik

Editorial
Christine Schweitzer ist Co-Geschäftsführerin beim Bund für Soziale Verteidigung und Redakteurin des Friedensforums.