Für den Frieden auf die Straße am 3. Oktober
„Die Gefahr eines direkten Krieges mit Russland, sogar eines Atomkrieges, wird immer größer. Deutschland wird kriegstüchtig gemacht. Die Regierung will, dass Deutschland erneut zur Führungsmacht wird. Deshalb soll die Wehrpflicht wieder eingeführt werden. Gesundheitswesen und Infrastruktur werden auf Krieg getrimmt, Meinungsfreiheit und demokratische Rechte eingeschränkt. Die Bundeswehr wird zur größten Armee Europas hochgerüstet. Weitreichende Erstschlagwaffen werden entwickelt. Sie sind gegen Russland gerichtet und machen Deutschland im Kriegsfall zum bevorzugten Angriffsziel.“ Soweit der Aufruf von „Nie wieder Krieg“.
Kriegsertüchtigung erhöht die Kriegsgefahr. Deshalb werden am 3. Oktober 2026 in Berlin und in Stuttgart hoffentlich große Demonstrationen stattfinden. Neben dem Aufruf der Initiative „Nie wieder Krieg“, der von vielen Friedensgruppen unterzeichnet wurde, gibt es diverse weitere Aufrufe von Gruppen.
Die Forderungen aus dem zentralen Aufruf lauten:
„Wir fordern:
- Schluss mit Hochrüstung, Kriegswirtschaft und Sozialabbau!
- Keine Erstschlagwaffen!
- Nein zur Wehrpflicht und anderen Zwangsdiensten!
- Stopp aller Wirtschaftssanktionen und Waffenlieferungen!
- Schließung aller US-Militärstützpunkte in Deutschland und Abzug der US-Atomwaffen!
- Zurück zum Völkerrecht – für alle!
Wir brauchen Abrüstung, neue Abkommen zur internationalen Rüstungskontrolle, den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und eine gemeinsame Friedensordnung in Europa unter Einschluss Russlands. Wir wollen Frieden und diplomatische Lösungen entsprechend dem Völkerrecht!“
Die Kritiker*innen des zentralen Aufrufs stoßen sich vor allem daran, dass in dem Aufruf der völkerrechtswidrige Krieg Russlands gegen die Ukraine nicht klar und unmissverständlich benannt wird, was den Eindruck einer Täter-Opfer-Umkehr erwecken kann.
Die Redner*innen für die beiden Kundgebungsorte stehen noch nicht fest. Einige Friedensgruppen plädieren dafür, keine Parteienvertreter*innen einzuladen, aber es ist bei Redaktionsschluss unklar, ob diese Position sich durchsetzen wird.
Wir empfehlen, sich auf der Seite https://nie-wieder-krieg.org/ oder https://www.friedenskooperative.de/ zeitnah zu informieren, sowohl über Redner*innen wie über die verschiedenen Aufrufe und ihre Unterstützer*innen.
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- Friedensbewegung