Zentrum für Antikriegsaktionen Novi Sad

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Das Zentrum für Antikriegsaktionen in Novi Sad wurde Ende Juli 1991 gegründet als Reaktion auf die jugoslawische Alltagssituation - den Bürgerkrieg. Ziel des Zentrum der Bewegung ist die Verhinderung der Gewalt auf jugoslawischem Boden. Mit seinen Aktionen will das Zentrum die Öffentlichkeit im In- und Ausland auf die überwältigende Mehrheit der Bürger aufmerksam machen, die sich nicht am Krieg beteiligen wollen, d.h. darin keine Möglichkeit für ihr soziales, wirtschaftliches und kulturelles Wohlergehen sehen. Die im Zentrum/der Bewegung vereinten Einzelpersonen versuchen, alle Bürger zu versammeln, die an einem friedlichen Zusammenleben einschließlich der damit verbundenen nötigen Toleranz gegenüber Sprache, Konfession, Ethik, Beruf, Geschlecht und Alter anderer interessiert sind.

-              "Friedensmarsch", am 29.Juli 1991 in Novi Sad, an dem 1500 Bürger teilnahmen und 990 Unterschriften für den Frieden gesammelt wurden;

-              Unterstützung der Initiative ausgehend von der Friedensbewegung in Bosanska Dubica mit dem Ziel der Unterzeichnung der Friedenscharta durch Kroatien und Slowenien;    

-              Teilnahme an den "Tagen für den Frieden", am 23. und 24. August 1991 in Kunrovec;

-              Teilnahme am Yutel-Konzert für den Frieden in Banja Luka, am 24. August 1991.

Trotz der Schwierigkeiten (Blockade der Medien durch den Krieg und andere Bedrängnisse, erschwerte Kommunikation mit anderen jugoslawischen Zentren, fehlende Mittel) wird das Zentrum versuchen, demnächst an folgenden Aktionen teilzunehmen:

-              Organisation eines Friedenskonzerts in Novi Sad, am 7. September 1991. (Datum kann geändert werden)

-              Teilnahme an der "Friedenskaravane" - ein Zug des internationalen Protestes durch Jugoslawien , Ende September dieses Jahres.

-              Informierung aller Medien über lokale Aktivitäten des Zentrums, Berichterstattung an den Ausschuß der Antikriegskampagne in Zagreb, der regelmäßig über die Arbeiten der Antikriegszentren aus ganz Jugoslawien berichtet wird;

-              Hilfestellungen für Beobachtergruppen aller Friedensbewegungen in Jugoslawien bei der Einweisung in Krisengebiete zum Zweck der Informationssammlung im Gespräch mit Kämpfenden und der Zivilbevölkerung usw.

Das Zentrum wird auch weiterhin gemäß der klassischen Friedensphilosophie handeln und jegliche parteiisch-politische Rhetorik vermeiden. Ganz besonders wird sich das Zentrum an der Meinungsbildung in ganz Jugoslawien beteiligen als Mittel der ethischen Homogenisierung.

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