200 Milliarden und mehr jährlich fürs Militär? Nicht mit mir!
Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!
Für eine Zukunft ohne Atomwaffen!
80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki
Am 6. und 9. August vor 80 Jahren zerstörten die USA mit zwei Atombomben die Städte Hiroshima und Nagasaki – mit verheerenden, bis heute nachwirkenden Folgen. Etwa 92.000 Menschen starben sofort, 130.000 weitere Menschen starben bis Ende 1945. Trotz erfolgreicher Abrüstungsverhandlungen in den letzten 50 Jahren gibt es immer noch über 12.000 Atomwaffen, von denen etwa 3.900 in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden und der Menschheit innerhalb weniger Minuten ein Ende bereiten können.
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hat festgestellt, dass die neun Atommächte USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel ihre Atomwaffenarsenale laufend modernisieren. Besorgniserregend sei die Entwicklung von Raketen mit Mehrfachsprengköpfen und der Einsatz von neuen Hyperschallraketen.
90 Prozent aller Atomwaffen befinden sich zu etwa gleichen Teilen im Besitz der USA und Russlands. China hat sein Atomwaffenarsenal auf ca. 500 Sprengköpfe in 2024 erhöht.
Rückschläge bei der Abrüstung
Am Ende der 1990er Jahre setzte sich die Erkenntnis durch, dass ein Atomwaffenkrieg nach dem damaligen Stand der Technik und mit der vertraglich durch den ABM-Vertrag eingeschränkten Anzahl von Raketenabwehrsystemen – für eine Seite nicht gewinnbar geführt werden kann. Nachdem aber die USA im Jahre 2002 den ABM-Vertrag über Raketenabwehrsysteme und im Jahre 2018 dem INF-Vertrag über die Anzahl der landgestützten Mittelstrecken gekündigt haben, gibt es nur noch den New-Start-Vertrag über die Begrenzung der strategischen Atomwaffen und deren Trägersysteme. Die USA wollen ab 2026 neue Mittelstreckenraketen in Deutschland stationieren. Die Stationierung wurde ohne jede öffentliche parlamentarische Diskussion entschieden.
Die Friedensbewegung sagt Nein zur Stationierung und sammelt Unterschriften unter dem Berliner Appell. Außerdem fordern wir alle Konfliktparteien auf, zunächst den Ukraine-Krieg durch die sofortige Aufnahme von Friedensverhandlungen zu beenden und schnellstens auf neue Abrüstungsschritte über den Abbau von Atomwaffen hinzuarbeiten.
Die Forderung nach Abschaffung der Atomwaffen nimmt auch weltweit zu. Diese Forderung richtet sich auch an die Bundesregierung, welche sich bis heute weigert, aus der atomaren Teilhabe auszusteigen, die US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland abziehen zu lassen und dem Atomwaffen-Verbotsvertrag beizutreten. Wie Meinungsumfragen herausfanden, ist die Mehrheit aller Bundesbürger*innen für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland, sowie den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag. Statt auf die eigene Bevölkerung zu hören, unterstützt auch die neue Bundesregierung die immer gefährlicher werdende Atomwaffenpolitik. Eine fatale Entscheidung, mit der sich die Regierung sowohl gegen die Mehrheit der Staaten weltweit, als auch gegen die Mehrheit der eigenen Bevölkerung stellt.