200 Milliarden und mehr jährlich fürs Militär? Nicht mit mir!
Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!
Redebeitrag für den Ostermarsch XX (Stadt) am XX. April 2025 (Datum)
- (ggf.) Sperrfrist: XX. April 2025, Redebeginn: XX Uhr -
- Es gilt das gesprochene Wort –
"Wir fordern eine Politik des Friedens statt der Waffen“
Liebe Freundinnen und Freunde,
Frieden ist schwer. Frieden ist keine Schlagzeile. Diese Worte von Jan van Aken bringen eine unbequeme Wahrheit auf den Punkt: Wenn ein Friedensprozess gelungen ist, bekommt er häufig weniger mediale Aufmerksamkeit, als wenn ein neuer Krieg ausbricht. Schlagzeilen über militärische Einsätze, über Waffenlieferungen oder neue Kriege sind schnell geschrieben. Aber der Weg zum Frieden – der ist komplex, erfordert Mut und langfristiges Denken.
Doch genau diesen Mut brauchen wir. Und wir brauchen eine neue Perspektive. Wenn ein neuer Konflikt entflammt, sollte die erste Frage, die sich die Politik stellt nicht sein: Sollen wir Waffen liefern? Stattdessen müssen wir uns fragen: Was können wir dazu beitragen, um den Konflikt zu lösen? Diese Frage stellt den Menschen, nicht die Waffen, ins Zentrum unseres Handelns.
Andere Länder haben uns gezeigt, dass es möglich ist. Japan hat über Jahrzehnte hinweg keine Waffen exportiert – und dennoch Sicherheit für seine Bevölkerung geschaffen. Deutschland hingegen gehört zu den größten Waffenexporteuren der Welt. Das ist nicht, wofür wir als Nation stehen wollen! Statt eine Führungsrolle bei der Bewaffnung einzunehmen, sollten wir uns dafür einsetzen, eine Friedensmacht zu werden.
Es ist an der Zeit, dass die Interessen der Rüstungsindustrie nicht länger unsere Politik bestimmen. Es ist an der Zeit, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht durch Aufrüstung, sondern durch Niedrigrüstung erzielt wird. Denken wir an die Potenziale: Was könnten wir mit den finanziellen Mitteln erreichen, die heute in die Rüstungsproduktion fließen? Bildung fördern, den Klimawandel bekämpfen, weltweit Infrastruktur aufbauen – all das sind Investitionen in eine friedlichere und gerechtere Welt.
Liebe Freundinnen und Freunde,
eine Friedenspolitik erfordert nicht nur einen Kurswechsel, sondern auch einen Mentalitätswechsel. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen. Nicht durch die Lieferung von Waffen, sondern durch den Aufbau von Vertrauen, durch Diplomatie und durch die Schaffung langfristiger Perspektiven.
Lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen – für eine Zukunft, in der Deutschland nicht als Waffenexporteur Schlagzeilen macht, sondern als Vorbild für Frieden und Menschlichkeit. Weil Frieden jede Schlagzeile wert ist.
Vielen Dank.
Hinweise:
- Länge: 2.301 Zeichen (mit Leerzeichen)
- Redezeit: 2.45 Minuten
- Erstellung: AN
- Stand: Januar 2025
- Quellen:
- https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-04/japan-ruestung-export
- https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/das-ruestungsex...
- „Worte statt Waffen“ von Jan van Aken, S. 273 - 279