Redebeitrag für den Ostermarsch in Münster am 4. April 2026

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Hallo,

ich heiße euch willkommen! Mein Name ist Jewgenij Arefiev. Ich bin Sprecher der Gruppe Münster der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegne:innen - DFG-VK. 

Wir fordern

  • Uneingeschränkte Respektierung sowie Verteidigung des Völkerrechts und der humanitären Menschenrechte durch alle Staaten, besonders durch die Großmächte, Stärkung der Vereinten Nationen!
  • Abrüstungsverhandlungen mit dem Ziel eines Europas ohne Atom- und Mittelstreckenwaffen!
  • Rücknahme des neuen Wehrdienstgesetzes!
  • Keine Steigerung der Rüstungsausgaben!
  • Stattdessen wesentlich höhere Investitionen u. a. für Klimaschutz, Kommunen, Bildung und Soziales, Bekämpfung der Ursachen von Armut und Hunger in der Welt!
  • Schaffung einer europäischen Sicherheitsarchitektur mit dem Ziel, auch Russland wieder in diese einzubinden!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Friedensbewegte,

ich begrüße euch herzlich zum Ostermarsch Münster 2026 der DFG-VK. Wir stehen heute hier unter dem Motto: „Aufstehen für den Frieden!“ und bundesweit heißt es: „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“

Und das ist bitter nötig.

Denn aus allen Teilen der Welt erreichen uns Bilder von Krieg, Gewalt und Zerstörung:

  • in der Ukraine,
  • in Gaza,
  • im Sudan,
  • im Iran –
  • und in vielen weiteren Regionen.

Überall sehen wir:

Völkerrecht wird gebrochen, Menschenrechte werden missachtet, und immer öfter gilt wieder das Recht des Stärkeren.

Und gleichzeitig erleben wir eine massive Aufrüstung. Milliarden für Waffen – während an anderer Stelle gekürzt wird:

  • bei Bildung,
  • im Sozialen,
  • beim Klimaschutz.

Das ist kein Zufall.

Das gehört zusammen.

Auch die Friedensgruppen hier in der Region sagen klar:

Krieg ist immer ein Verbrechen.

Unser Mitgefühl gilt den vielen zivilen Opfern – und auch den jungen Menschen auf allen Seiten, die in Kriege hineingezogen werden, die sie nicht begonnen haben.

Und wir sehen:

Diese Politik macht unsere Welt nicht sicherer – sie macht sie gefährlicher. Im Klartext: Mehr Aufrüstung bedeutet

  • mehr Risiko,
  • mehr Eskalation –
  • und mehr Leid.

Deshalb sagen wir heute:

Wir lehnen die maßlose Hochrüstung ab.

Wir lehnen die Militarisierung der Gesellschaft ab –

in Schulen,

in Forschung,

im Alltag.

Denn diese Entwicklung verschlingt Ressourcen,

die wir dringend brauchen:

für eine soziale Gesellschaft,

für Klimaschutz,

für eine lebenswerte Zukunft.

Und wir sagen klar:

Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht.

Junge Menschen dürfen nicht gezwungen werden,

zur Waffe zu greifen.

Liebe Freundinnen und Freunde,

trotz all dieser Entwicklungen sind wir heute hier.

Und das ist wichtig.

Denn überall auf der Welt gehen Menschen auf die Straße,

widersetzen sich Krieg und Militarisierung.

Auch wir sind Teil dieser Bewegung.

Gestern in Gronau,

heute hier in Münster,

und am Ostermontag in Dülmen –

gemeinsam sind wir viele.

Und das zeigt:

Die Friedensbewegung lebt.

Und sie wird gebraucht.

Denn Frieden entsteht nicht durch Aufrüstung.

Frieden entsteht durch Diplomatie,

durch Zusammenarbeit

und durch die Stärkung des Völkerrechts.

Deshalb gilt heute mehr denn je:

Frieden schaffen – ohne Waffen.

Misch dich ein.

Sei laut.

Sei sichtbar.

Und steh auf für den Frieden.

Und vor allem:

Trag das weiter,

was wir heute hier sagen.

In deine Gespräche,

in deinen Alltag,

in die Gesellschaft.

Denn genau dort beginnt Veränderung.

Misch dich ein.

Sei laut.

Sei sichtbar.

Danke, dass ihr hier seid.

 

Jewgenij Arefiev ist aktiv bei bei der DFG-VK Münster.