Demobild Pace
Demobild Pace
Bild von Jordan McDonald

Geschichte des Netzwerk Friedenskooperative

Das Netzwerk Friedenskooperative entstand 1989 aus dem Koordinierungsausschuss der Friedensbewegung. Dieser löste sich am 17. Dezember 1989 zugunsten des neuen Netzwerks Friedenskooperative auf. Der Vorläufer war als zentrale bundesweite Organisation in den 1980er Jahren Ausrichter der Großdemonstrationen gegen die Stationierung von Cruise-Missiles und Pershing II durch die NATO sowie gegen die SS-20/21-Atomraketen des Warschauer Pakts.

Das Netzwerk Friedenskooperative hielt als bundesweite Vernetzung einen Diskussions- und Informationsaustausch aufrecht und diente weiterhin als Koordinierungsstelle für gemeinsame Aktivitäten verschiedener friedenspolitischer Gruppen. Im Laufe der Jahre war das Bonner Büro an zahlreichen Protestaktionen beteiligt. Es organisierte z.B. zahlreiche Großdemonstrationen am damaligen Regierungssitz Bonn, so die Demonstration am 26. Januar 1991 gegen den Zweiten Golfkrieg und am 14. November 1992 die Demonstration gegen Rassismus und für Erhalt des Asylrechts, an denen sich jeweils zwischen 150.000 und 200.000 Menschen beteiligten. Auch an den „Resist“-Protesten gegen den Irakkrieg 2003 war das Netzwerk Friedenskooperative beteiligt. Es engagiert sich auch immer wieder in und für andere soziale Bewegungen. So unterstützte es beispielsweise die Proteste "Fukushima mahnt" 2011 oder "umfairteilen" 2014. Die Zusammenarbeit mit Menschen, die bspw. für Menschenrechte, Klimagerechtigkeit, Antifaschismus, Antirassismus oder Geschlechtergerechtigkeit aktiv sind, wird angestrebt.

2014 verstarb der langjährige Geschäftsführer Mani Stenner plötzlich und unerwartet. Ihm ist eine Sonderausgabe des FriedensForums gewidmet. In den folgenden Jahren erlebte die Arbeit eine stärkere Orientierung hin zur Kampagnen- und Bündnisarbeit. Dazu zählen u.a. die folgenden Kampagnen, Bündnisse und Initiativen, die vom Netzwerk Friedenskooperative mitinitiiert bzw. mitgetragen wurden bzw. werden:

  • Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt
  • Macht Frieden! Zivile Lösungen für Syrien
  • Abrüsten statt aufrüsten
  • Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr

Das Netzwerk Friedenskooperative ist außerdem Partnerorganisation der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), die 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Über unsere aktuellen Aktivitäten, beispielsweise zur Beendigung des Krieges in der Ukraine, für den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag, die Bewaffnung von Drohnen oder gegen die Anhebung der Rüstungsausgaben, sind auf unserer Startseite regelmäßig Beiträge zu finden.