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Redebeitrag für die Hiroshima / Nagasaki- Gedenkveranstaltung am 6. August 2020 in Rüsselsheim
- Es gilt das gesprochene Wort –
Sehr geehrte Damen und Herren,
Nukleare Aufrüstung ist leider immer wieder ein sehr aktuelles Thema (Konflikt zw. Iran: USA; Situation in Korea).
Auch unsere Stadt hat im Zweiten Weltkrieg erlebt, was Krieg bedeutet.
Daher Dank an Christel Göttert und an den Rüsselsheimer Friedenstreff und Umgebung für Durchführung der heutigen Kundgebung.
Versammlung, die auf Initiative von Pfarrer Willi Göttert ins Leben gerufen wurde.
Wichtig, Initiative von Willi Göttert fortzuführen und Erinnerungen an die Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki wach zu halten.
Rund 100.000 Menschen starben sofort und bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen.
Der Bombenabwurf jährt sich mittlerweile zum 75. Mal.
Und dennoch sind atomare Waffen immer noch eine große Gefahr.
Hoffnung auf eine Welt ohne atomare Kernwaffen immer noch unerfüllt.
Auseinandersetzungen zwischen USA und Nordkorea, Situation im Iran zeigen:
- dass man am Thema dran bleiben muss
- wie schnell und irrational es zu einer atomaren Katastrophe kommen könnte.
Es sind nur Beispiele.
Nach Schätzungen über 16.000 Atomsprengköpfe weltweit mit einer Zerstörungsgewalt, die 900.000 Mal so groß ist, wie die der Hiroshima-Bombe.
Wichtig ist daher:
- Bewusstsein für diese Gefahr zu schaffen
- atomares Aufrüsten verhindern.
Große Aufgabe, friedliche Lösungen für Konflikte zu finden.
Stadt Rüsselsheim am Main beteiligt sich daher auch an Aktion „Mayors for Peace“, die sich international gegen Verbreitung von Atomwaffen ausspricht (auch angeregt von Initiative Friedenstreff ).
Organisation will Zeichen für friedliche Welt setzen.
Gegründet 1982 durch Bürgermeister von Hiroshima.
Rüsselsheim ist eine von rund 700 Städten in Deutschland, die sich beteiligen.
Grundidee ist: dass Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben der Bürgerinnen und Bürger mit verantwortlich sind.
Die Mitglieder versuchen, Einfluss auf die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu nehmen.
Wir setzen uns für eine Verlängerung des New-Start-Vertrages zwischen den USA und Russland zur Begrenzung von Atomwaffen ein.
Außerdem fordern wir die Atommächte auf, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen
Es geht um uns und die künftigen Generationen.
Sollten versuchen, deswegen auch Jugendliche zu sensibilisieren.
Heutige Kundgebung, deutliches Zeichen in der Öffentlichkeit.
Dank an alle Anwesenden für Ihren unermüdlichen Einsatz.
Udo Bausch ist Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim.