Hiroshima-Gedenken. NEIN zum Atomkrieg! Atomwaffenverbot JETZT!

Erneut hat sich die Gefahr eines Atomkriegs verschärft. Wir stehen dagegen auf!

Seit dem Beginn des Ukrainekrieges ist die Angst vor einer Eskalation, die den Einsatz von Atomwaffen bedeuten könnte, verbreitet. Am Hiroshima-Tag gedenken wir der Hunderttausenden Toten, die mit dem ersten Einsatz von Atombomben gegen zwei Städten ermordet wurden: Hiroshima und Nagasaki. Am 6.8. und am 9.8.1945 haben die USA diesen Horror in die Welt gebracht. Auch die Menschen, die nicht sofort starben, litten unter den Folgen. Und noch ihren Nachkommen vererbten sie schwerwiegende Erkrankungen. „Die Lebenden werden die Toten beneiden“ ist eine Warnung, die immer noch gilt.

Obwohl die Menschheit noch den Schrecken des 2. Weltkrieges und die Leiden der Atombombenopfer in der unmittelbaren Erinnerung hatte, entwickelte sich ein Wettrüsten auch gerade im Bereich der Atomwaffen. Das Wettrüsten bei Nuklearwaffen führte zu einem „Overkill“ mit dem Potential, das Leben auf der Erde mehrfach auszulöschen. Erst in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es etwas Vernunft in der Politik. Es wurde ein Vertragswerk entwickelt, das es den Partnern USA und Sowjetunion sogar ermöglichte Atomwaffen zu vernichten. Diese Verträge liefen fast aber alle aus oder wurden gekündigt, zunächst von den USA. Nun wird wieder aufgerüstet. Atomwaffen werden technisch weiterentwickelt; unter anderem führte das zu weniger Beherrschbarkeit. Ein Atomkrieg aus Versehen wird deshalb und wegen der angespannten Weltlage wahrscheinlicher. Wir fordern eine Rückkehr zu Verhandlungen, die die beiderseitigen Sicherheitsinteressen berücksichtigen.

Atomwaffenverbot jetzt! Verhandeln statt Schießen! Waffenstillstand sofort! Alle Kriege beenden!

Die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki machten es sich zur Aufgabe die Welt zu warnen. Um die Toten zu ehren, sei es wichtig, sich für ein Verbot der Atomwaffen einzusetzen. Diesem Ziel schienen wir ein Stück näher gekommen, als am 22. Januar 2021 der Atomwaffenverbotsvertrag der UNO in Kraft trat und Völkerrecht wurde. 50 Staaten hatten bis zu dem Zeitpunkt den Vertrag unterschrieben, weil sie der Meinung waren, dass es niemals zum Einsatz von Atomwaffen kommen dürfe. Allerdings erleben wir seit dem kriegerischen Überfall Russlands auf die Ukraine 2022 alarmierende Aussagen von Russland, die den Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen im Falle einer als Bedrohung wahrgenommenen Entwicklung des Krieges ankündigen. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie die Bedrohungslage

ernst nimmt und nicht mit dem Feuer spielt. Vor dem 31.5.24 argumentierte Scholz, dass ein Einsatz deutscher Waffen auf russischen Gebiet als Kriegseintritt gewertet werden könnte. Damit würde Deutschland mögliches Zielgebiet für russische Vergeltung. Diese selbstgesetzte rote Linie wurde jetzt überschritten. Mit uns fürchten sich viele Menschen vor einer solchen Eskalation. Dieser Entwicklung wollen wir uns als OFI gemeinsam mit unseren Bündnispartnern am 6.8.2024 entgegenstellen. Wir gedenken der Opfer mit einem Ritual, bei dem Lampions ins Wasser gesetzt werden, wie das auch in Japan üblich ist. Wir werden aber auch in einer politischen Veranstaltung die Forderungen nach Entspannung, dem Ende aller Kriege, atomarer Abrüstung und dem Verbot von Atomwaffen vorbringen.