Redebeitrag für die Hiroshima / Nagasaki-Gedenkveranstaltung am 6. August 2025 in Bonn

 

- Sperrfrist: 6.8., Redebeginn: 18:00 Uhr -
- Es gilt das gesprochene Wort –

 

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

soeben haben uns eindrucksvoll die Projektteilnehmer des Hiroshima-Nagasaki-Projekts der Uni Bonn die schrecklichen Folgen der vor 80 Jahren erfolgten Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor Augen geführt. Dem gegenüber sehen wir, dass immer mehr
unserer Politiker dem Irrglauben verfallen, mit immer mehr Rüstung, auch atomarer Rüstung, Probleme lösen zu können.

Dazu gehört auch, dass unsere politisch Verantwortlichen der Bevölkerung immer öfter den Besitz und damit auch den möglichen Einsatz von Atomwaffen als absolute Notwendigkeit darstellen. Dabei werden insbesondere sogenannte atomare taktische oder
Gefechtsfeldwaffen als vergleichsweise harmlos dargestellt.

Wer könnte besser über sogenannte atomare Gefechtsfeldwaffen informiert sein als das Militär, so z.B. TRUPPENDIENST online – amtliche Publikation der Republik Österreich.

Die Hiroshimabombe hatte eine Sprengkraft von 13 kT TNT, die Nagasakibombe von 21 kT TNT, sogenannte taktische Atomwaffen bis zu 100 kT TNT. Der entscheidende Satz – und der spricht für sich - in TRUPPENDIENST online: Die Hiroshimabombe wie auch die
Bombe auf Nagasaki zählt man heute zu den schwächeren taktischen Atomwaffen.

Es ist unmöglich Schäden durch radioaktive Strahlung zu heilen. Ärzte können allenfalls die schrecklichen Folgen der Überlebenden etwas lindern. Aus diesem Grund wurde IPPNW gegründet. Die Lebenden werden die Toten beneiden!

Es ist nötig die Verantwortungslosigkeit unserer Politiker deutlich zu machen, die leichtfertig von Kriegstüchtigkeit reden und in einem Atemzug von der Notwendigkeit atomarer Bewaffnung faseln.

Deshalb bekräftigen wir unsere Forderungen an Bundestag und Bundesregierung:

  • setzt endlich den Beschluss zum Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland um;
  • nehmt endlich den Atomwaffensperrvertrag ernst und tretet dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen bei.
  • keine neuen Mittelstreckenraketen in Deutschland!

 

Robert Nicoll ist aktiv bei der Friedensinitiative (Bonn-)Beuel