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+++ Etwa 1.500 - 2.000 Menschen beteiligten sich am Samstag (30. Mai) in Wiesbaden am Protest gegen Mittelstreckenwaffen. Rund 250 weitere Aktive waren bei der Kundgebung in Grafenwöhr vor Ort. +++
Bilder von der Demo in Wiesbaden, können hier auf Flickr gefunden werden.
Pressemitteilung der Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" vom 31.5.2026:
Kundgebung und Demonstration in Wiesbaden und Grafenwöhr
Mehr als 2.000 Menschen protestieren für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen! Aufrüstungsspirale durchbrechen
31. Mai 2026 Knapp 2.000 Menschen haben gestern in Wiesbaden unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen! Nirgends“ gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland protestiert. Weitere 250 Menschen kamen im oberpfälzischen Grafenwöhr zu einer parallel stattfindenden Kundgebung zusammen. Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ hatte mit 60 weiteren Friedensinitiativen zu dem Protest in Wiesbaden und Grafenwöhr aufgerufen.
Die Demonstrant*innen begrüßten die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren als eine gute Nachricht für die Sicherheit in Deutschland und Europa. Statt jetzt eigene Mittelstreckenwaffen mit anderen europäischen Staaten zu entwickeln und bei den USA Tomahawk und Typhon-Startsysteme zu bestellen, solle sich die Bundesregierung für einen Neuanlauf bei Abrüstung und Rüstungskontrolle einsetzen, forderte Kampagnenrat Marvin Mendyka bei der Auftaktkundgebung.
„Wir lehnen Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa genauso ab wie die russischen Mittelstreckenwaffen. Dass die USA jetzt vorerst keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren, muss als Gelegenheit für neue Initiativen zur internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung genutzt werden“, erklärt Kampagnensprecherin Angelika Wilmen.
Mittelstreckenwaffen sind reine Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Auch deutsche oder europäische Marschflugkörper bergen das gravierende Risiko eines Präventivangriffs und gefährden unsere Sicherheit. Daher muss das
Projekt zur Entwicklung eigener europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) gestoppt werden. Stattdessen solle die Bundesregierung, Verhandlungen über Rüstungskontrolle führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag zu,erreichen, der von 1988 bis 2019 Mittelstreckenraketen in Europa verboten hat. und dadurch auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der „Oreshnik“ zu erreichen.