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(Bonn, 16.04.2025) Die Ostermärsche starten am morgigen Gründonnerstag mit ersten Aktionen u.a. in Erfurt, Freiburg, Regensburg und Königs Wusterhausen. Hauptaktionstage werden der Karsamstag sowie der Ostermontag sein. Mit rund 100 Demonstrationen, Kundgebungen, Fahrradtouren und weiteren Aktionsformen wird die Friedensbewegung auch 2025 ihre Themen in die Öffentlichkeit bringen. Die Ostermarschierenden erteilen den Debatten um die sogenannte „Kriegstüchtigkeit“ eine klare Absage und fordern Friedensinitiativen der Bundesregierung für die Kriege in der Ukraine und Nahost, ein Nein zur Aufrüstung und der Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland sowie eine Welt ohne Atomwaffen.
„Ein kriegstüchtiges Deutschland ist das letzte, was die Welt braucht. Die Waffen müssen endlich schweigen. Wir müssen endlich Wege zu einer Beendigung der zahlreichen Kriege und die Arbeit an einer neuen Friedensordnung für Europa und die Welt auf die Agenda setzen. Die Friedensbewegung geht deshalb zu Ostern auf die Straßen.“, erklärt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.
Das Netzwerk Friedenskooperative rechnet 2025 mit einer guten Beteiligung bei den Ostermärschen. Optimistisch stimmt die Friedensorganisation unter anderem, dass der in der vergangenen Woche in den Zeitungen „Die Zeit“, „taz“, „der Freitag“ und „Neues Deutschland“ veröffentlichte Aufruf des Netzwerk Friedenskooperative in diesem Jahr von so vielen Menschen wie nie zuvor unterzeichnet wurde. In diesem wird eine grundlegende Skepsis an der (weltweiten) Aufrüstung formuliert und friedenspolitische Alternativen gefordert.
Ablauf der Ostermärsche 2025
Nach dem Auftakt am Gründonnerstag, folgen am Karfreitag Ostermärsche u.a. in Gronau, Stralsund, Chemnitz, Bruchköbel und Jagel. Am Karsamstag finden in mehr als 60 Städten Aktionen der Friedensbewegung statt, darunter Stuttgart, Mainz, Hannover, Braunschweig, München und Köln. Ostersonntag folgen dann weitere Veranstaltungen u.a. in Essen, Halle und Frankfurt/Oder, bevor der Abschluss der Ostermärsche am Montag u.a. in Frankfurt (Main), Gardelegen, Nürnberg und am Fliegerhorst Büchel stattfindet.
Bitte beachten: Die Ostermärsche werden in lokaler und regionaler Verantwortung organisiert. In den lokalen Aufrufen gibt es häufig diverse eigene Themen und Forderungen sowie unterschiedliche Schwerpunktsetzungen.
Alle Ostermarsch-Termine: https://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch
Ostermarsch-Termine nach Bundesland: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2025/termine
Themen der Ostermärsche 2025: Abrüstung und Friedensinitiativen für die Ukraine und Gaza gefordert
2025 finden die Ostermärsche unter dem Eindruck der zahlreichen Kriege weltweit statt, wie etwa den anhaltenden Kriegen in der Ukraine und Nahost, aber auch Kriegen, die weniger mediale Aufmerksamkeit erfahren, wie dem Bürgerkrieg im Sudan. Die Ostermarschierenden fordern von der kommenden Regierung ein entschiedenes Eintreten für Frieden weltweit.
Im Hinblick auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine verurteilt das Netzwerk Friedenskooperative die jüngsten Angriffe Russlands auf Zivilist*innen in der Ukraine. Diese zeigen umso mehr, warum eine zügige Waffenruhe und die Aufnahme von Verhandlungen nötig sind. „Deutschland sollte Friedensverhandlungen nach Kräften unterstützen und gleichzeitig darauf achten, dass Kompromisse nicht einseitig zulasten der Ukraine geschlossen werden.“, so Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. Gleichzeitig fordert die Friedensbewegung mehr Einsatz für Menschen, die sich dem Krieg entziehen wollen. „Kein Mensch sollte gezwungen werden, sich in Russlands Krieg gegen die Ukraine verheizen lassen zu müssen – egal auf welcher Seite.“, so Kristian Golla weiter.
Auch der Krieg in Gaza und die gebrochene Waffenruhe wird bei zahlreichen Ostermärschen Thema sein. Das Netzwerk Friedenskooperative verurteilt die Angriffe der Hamas auf die Menschen in Israel und ist gleichzeitig erschüttert über die Reaktion der israelischen Regierung. „Die Eskalation der Gewalt führt nicht zu Frieden, sondern immer weiter fort von einem Frieden in der Region.“, erklärt Golla. Angesichts der hohen Zahl an zivilen Opfern muss dem Vorwurf eines drohenden Genozids in Gaza ernsthaft nachgegangen werden. Dass Kanzler in spe Friedrich Merz Israels Premier Benjamin Netanjahu nach Deutschland einladen will, kommt einem Skandal gleich. Gegen Netanjahu liegt ein internationaler Haftbefehl vor und Deutschland ist nach internationalem Recht dazu verpflichtet, diesen umzusetzen.
Ebenso wird die maßlose Aufrüstung in Deutschland und Europa kritisiert. Bei den rund 100 Kundgebungen und Demos gibt es dafür scharfe Kritik. Wir brauchen keine Milliarden für eine ungezügelte Aufrüstung und ein globales Wettrüsten, sondern Abrüstung und Rüstungskontrolle.
Auch das traditionelle Thema „Atomwaffen abschaffen“ wird angesichts der erneuten Debatten um einen europäischen „Atomschirm“ zentral sein. Insbesondere im Hinblick auf die 80. Jahrestage der US-Atomwaffenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki bestärkt die Friedensbewegung ihre Forderung nach einer Welt ohne Atomwaffen und einem zügigen Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag.Nicht minder gering ist die Ablehnung der für 2026 geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Die Friedensbewegung lehnt landgestützte Mittelstreckenwaffen in Europa ganz grundsätzlich ab. Dazu zählen ausdrücklich auch russische Systeme.
Nützliche Hinweise
Bitte beachten Sie zur Vermeidung von Fehlern bzgl. der Rolle des Netzwerk Friedenskooperative bei den Ostermärschen unser Presse-FAQ.
Der Aufruf des Netzwerk Friedenskooperative kann hier nachgelesen werden.
Pressekontakt
Das Büro des Netzwerk Friedenskooperative beantwortet gerne Presseanfragen zu einzelnen Terminen und vermittelt Interviewpartner*innen. Das Büro ist über Ostern durchgehend erreichbar. Für weitere Informationen und Presseanfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative
Tel.: 0228 / 692904
E-Mail: info [at] friedenskooperative [dot] de