Redebeitrag für den Ostermarsch in Traunstein am 8. April 2023

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

An erster Stelle muss und will ich nochmals den Satz stellen:

Wir als Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg verurteilen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine!

Unsere Solidarität gilt den vor Krieg und Verfolgung Geflüchteten, allen Opfern militärischer Gewalt.

Unser Protest richtet sich gegen alle Kriegstreiber und –profiteure in der Welt.

Krieg und noch mehr Aufrüstung sind keine Lösung!

Das Sterben und Leiden der Menschen muss sofort beendet werden; Notwendig ist ein sofortiger Waffenstillstand – und Verhandlungen

Auch wenn ich jetzt hier von manchen Putin Versteher:in oder Rossophil genannt werde, oder die fünfte Kolonne Wladimir Putins, muss ich sagen, die Vorgeschichte müssen wir trotzdem kennen um aus dem Schlamassel rauszukommen. Deswegen danke ich hier meinem Vorredner Georg Auernheimer für seine Analyse der Vorgeschichte.

Sicher möchte ich derzeit nicht in Rußland als Pazifistin leben. Da habe ich wohl doch noch mehr Möglichkeiten hier meine Meinung kundzutun. Auch wenn wir hier als „wohlstandverwöhnte Angsthasen“ oder „Lumpenpazifisten“ bezeichnet werden.

Ich möchte Euch nochmals den Wahnsinn der hier abläuft vor Augen führen:

Da findet ein Krieg statt: Mütter müssen ihre Söhne ( und auch schon Töchter) in den Krieg ziehen lassen, Frauen ihre Männer oder Kinder ihre Väter in der Ukraine; genauso werden in Rußland Männer zwangsrekrutiert, verlassen scharenweise das Land um nicht auf Ihre Russischen und Ukrainischen Cousins schießen zu müssen. Wie kann das sein? Für wen bringen sich die Menschen hier um? Hinterlassen zerstörte Häuser, traumatisierte Menschen, vergiftete Böden, mit Uranmunition verseuchtes Trinkwasser, nach Willen v Präsident Selensky mit Streubomben verseuchte Böden – die über Jahrzehnte nicht mehr zu betreten sind.

Und wie kann dass dann sein das Russische Deserteure – Männer die vor dem Kriegsdienst fliehen hier kein Asyl gewährt wird?

Wer profitiert von diesem Wahnsinn?

Sicher nicht die Menschen hierzulande die unter den wachsenden Preisen leiden! Auch nicht die Menschen im globalen Süden die schon genug Last auf Ihren Schultern tragen und noch über die angeheizten Spekulationen von Lebensmitteln und Lebensmittelmangel vor dem Hungertod stehen!

Die FAZ schreibt am 18.2.: Armin Papperger, Vorstandschef des Rüstungskonzerns Rheinmetall habe seit Kriegsbeginn auch privat mit Aktienkäufen große Gewinne eingefahren: Fast 30 Millionen Euro Wertzuwachs – und da seien noch nicht die Dividenden enthalten.

Wir erleben derzeit einen schrecklichen Abnutzungskrieg unter dem in erster Linie die Ukrainische Bevölkerung leidet – dann die Soldaten auf beiden Seiten!

Jeder Tag jeder Schuss verlängert das Leid! Wir brauchen einen sofortigen Waffenstillstand! Um dieses Leid zu verhindern!

Wir brauchen diplomatische Initiativen! Wir fordern von unserer Bundesregierung und von der EU endlich eine Verhandlungsgruppe aus guten Diplomaten, die bereits angebotene Verhandlungen wieder aufgreifen und neue initiieren: zum Beispiel die von Präsident Lula in Brasilien oder von dem Chinesischen Präsidenten Xi Jipin 12 Pkte Papier: der unteranderem die Abkehr von der Philosophie des Kalten Krieges fordert und hier in den Medien nur als Machtpoker Chinas dargestellt wurde!

Verhandlungen die Naftali Bennett geführt hat – schon 1-2 Monate nach Beginn des Krieges.

Wir brauchen ein Politik des Friedens – der Gemeinsamen Sicherheit – und des Sozialen Ausgleichs!

Wenn die herrschende Politik weiter auf Macht- und Gewinnzuwachs setzt! Und meinen das Krieg als Mittel dafür eingesetzt werden soll, geht es mit unserem Planeten dem Bach hinunter!

Wir – nein unsere Politiker:innen - müssen endlich kapieren, dass wir nur eine Zukunft haben wenn wir gemeinsam solidarisch die Probleme unserer Welt anpacken:

Den Klimawandel, den Hunger, die Armut, die Soziale Ungerechtigkeit hierzulande und Weltweit, den Gesundheitsnotstand, den Verfall der Bildung!

Das werden wir nur gemeinsam Schaffen –

und wenn hier gewisse Politiker:innen meinen wir müssen ein Krieg gegen Rußland führen – oder andere den Krieg gegen China planen – dann setzen sie unser aller Leben aufs Spiel!

1915 trafen sich 1500 Frauen aus 16 verschiedenen Ländern: Ärztinnen Journalistinnen Juristinnen über alle Grenzen hinweg zu einem Frauensfriedenskongress! In Den Haag

"In diesen schrecklichen Zeiten, da zwischen den verschiedenen Nationen so viel Hass gesät wird, müssen die Frauen zeigen, dass wir fähig sind, gegenseitige Freundschaft aufrecht zu erhalten!" Sie forderten u.a. ein sofortiges Ende des Krieges und Abrüstung!

Hier wollen wir anknüpfen und nach der Losung einer Berta von Suttner fordern:

Die Waffen Nieder!

Und

Verhandeln statt Schießen!

 

Dr. Renate Schunck ist aktiv bei der Friedensintiative Traunstein Traunreut Trostberg (FI TTT).