Aktionen zum Ostermarsch in 90 Städten geplant
Pressemitteilung vom 05. April 2022
Pressemitteilung vom 05. April 2022

Das Netzwerk Friedenskooperative stellt auch 2022 wieder umfangreiche Informationen zu den Ostermärschen zur Verfügung. Nachdem die traditionellen Aktionen der Friedensbewegung in den letzten Jahren aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt oder in alternativen Formaten online stattfinden konnten, wird es in diesem Jahr wieder weitestgehend normale Ostermärsche in zahlreichen Städten deutschlandweit geben.

„Die Ostermärsche werden in diesem Jahr im Zeichen des russischen Krieges gegen die Ukraine sowie der drastischen Erhöhung der Militärausgaben in Deutschland stehen. Sowohl Krieg, egal wo, als auch Aufrüstung – die Friedensbewegung lehnt beides ab!“, erklärt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. Und weiter: „Der Frieden in der Welt ist zu wertvoll, um es allein den Militärs dieser Welt zu überlassen.“

Insgesamt werden nach aktuellem Stand Ostermarsch-Aktivitäten in 90 deutschen Städten im Terminkalender des Netzwerk Friedenskooperative gelistet. Erfreut zeigt sich das Netzwerk Friedenskooperative darüber, dass es auch in diesem Jahr Städte gibt, in denen erstmals ein Ostermarsch stattfindet. So zum Beispiel in Weimar, Nordenham und Neuruppin. Weiter gibt es auch Städte, die seit langer Zeit wieder einen Ostermarsch organisieren, wie z. B. Freiburg.

Informationsangebot
Alle Infos unter: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2022
Ostermarsch-Termine: https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69

Themen der Ostermärsche
Die schrecklichen Bilder des seit Ende Februar wütenden Krieges Russlands gegen die Ukraine machen fassungslos – insbesondere die neusten Berichte und Bilder aus Butscha. Die russischen Truppen ziehen sich aus dem Norden der Ukraine zurück und hinterlassen viele Tote und Orte der Verwüstung. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Verantwortlichen dieser Taten eines Tages vor dem Internationalen Strafgerichtshof verantworten müssen. Es ist zu begrüßen, dass der Generalbundesanwalt ein so genanntes Strukturermittlungsverfahren für die Ukraine eingeleitet hat, sodass Prozesse nach dem Weltrechtsprinzip zukünftig möglich sind. Im Mittelpunkt der Ostermärsche steht in vielen Städten die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand und langfristig nach Frieden für die Menschen in der Ukraine.

Ein weiteres zentrales Thema der diesjährigen Ostermärsche wird die von der Bundesregierung angekündigte massive Aufrüstung der Bundeswehr sein. Diese Hochrüstung hilft den Menschen in der Ukraine nicht. Die Entscheidung, den Verteidigungshaushalt dauerhaft auf über 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anzuheben und zusätzlich ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für Aufrüstung einzurichten, ist ein sicherheitspolitischer Schnellschuss, der noch nicht einmal in der Regierungskoalition abgesprochen war. Weite Teile der Zivilgesellschaft haben sich in den vergangenen Jahren wieder und wieder gegen höhere Rüstungsausgaben ausgesprochen. Insbesondere die Anschaffung neuer Atombomber vom Typ F35 lehnt die Friedensbewegung ab.

Darüber hinaus wird es bei den Ostermärschen eine Vielzahl an weiteren Themen geben. Traditionell finden die Ostermärsche in lokaler und regionaler Verantwortung statt.

Online-Aktionsangebot auf www.ostermarsch.de
Das Netzwerk Friedenskooperative wird die zentrale Aktionswebsite www.ostermarsch.de zur Verfügung stellen, damit sich Menschen auch digital am Ostermarsch beteiligen können (voraussichtlich abrufbar ab KW 15). Dort werden Aktive rund um die Ostertage ihre Kreidebotschaften für Frieden als Fotos hochladen und sich so für Frieden und Abrüstung einsetzen können. In einigen Städten wird außerdem dazu aufgerufen, die Häuser zu Ostern mit Friedenszeichen zu schmücken, z.B. indem Fahnen oder Transparente an die Fenster gehängt werden.

Pressekontakt
Das Büro des Netzwerk Friedenskooperative beantwortet gerne Presseanfragen zu einzelnen Terminen und vermittelt Interviewpartner*innen. Das Büro ist über Ostern durchgehend erreichbar. Für weitere Informationen und Presseanfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative
Tel.: 0228 / 692904
Email: friekoop [at] friedenskooperative [dot] de