FriedensForum 1/2026

Editorial

von Michael Schulze von GlaßerRedaktion FriedensForum

Frohes neues Jahr! Ich bin gewillt zu sagen: „Es kann nur besser werden!“ Nachdem Donald Trump Anfang des nun vergangenen Jahres seine zweite Amtszeit als US-Präsident begonnen hat, gab es ein politisches Beben nach dem anderen: Von heftigen Zöllen auf Handelsprodukte über das „Canceln“ von Late-Night-Moderatoren bis hin zu zahlreichen sicherheitspolitischen Erschütterungen wie Annexionsdrohungen, Aufrüstungsplänen und völkerrechtswidrigen Militärattacken. Doch was macht Trump genau? Und steckt dahinter ein ausgeklügelter Plan oder ist der Eindruck richtig, man beobachte einen politisch schweren Elefanten im fragilen Porzellanladen der Weltgemeinschaft? Darum geht es im Schwerpunkt dieses Friedensforums.

Darüber hinaus gibt es Berichte und Eindrücke friedenspolitischer Aktionen und Konferenzen: Herbst und Winter sind ja die Zeiten der „Friedensbewegung“, in denen die Straßenaktionen für Frühling und Sommer geplant werden und sich Hintergrundwissen „draufgeschafft“ wird. Dabei waren zuletzt einige Veränderungen zu beobachten: Die von einigen Politiker*innen, Militärs und der Rüstungsindustrie geschürte Aufrüstungs- und Militärhysterie flacht langsam ab (leider auch in Anbetracht klammer Kassen, die zu Kürzungen in sozialen Bereichen zugunsten des Militärs führten). Und vor allem die persönliche Einstellung zu Krieg scheint gerade viele – vor allem junge – Menschen zu einem kritischen Denken zu bewegen: Es gibt einen Boom bei der Kriegsdienstverweigerung.

Es sind herausfordernde Zeiten für die „Friedensbewegung“ – auf den nächsten Seiten gibt es einiges dazu zu lesen. Wir wünschen gute Information!

Michael Schulze von Glaßer
für die Redaktion

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