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1 / 2026

Die US-Strategie unter Trump

Weitere Themen:

  • Friedensaktivitäten im Herbst
  • Krieg im Sudan
  • Kommentar zum "Stadtbild"

Inhalt

Editorial
Im Blickpunkt
Initiativen
Krisen und Kriege
Friedensbewegung international
Hintergrund
Schwerpunkt

Editorial

Michael Schulze von Glaßer, Redaktion FriedensForum

FriedensForum 1/2026

Editorial

Frohes neues Jahr! Ich bin gewillt zu sagen: „Es kann nur besser werden!“ Nachdem Donald Trump Anfang des nun vergangenen Jahres seine zweite Amtszeit als US-Präsident begonnen hat, gab es ein politisches Beben nach dem anderen: Von heftigen Zöllen auf Handelsprodukte über das „Canceln“ von Late-Night-Moderatoren bis hin zu zahlreichen sicherheitspolitischen Erschütterungen wie Annexionsdrohungen, Aufrüstungsplänen und völkerrechtswidrigen Militärattacken. Doch was macht Trump genau? Und steckt dahinter ein ausgeklügelter Plan oder ist der Eindruck richtig, man beobachte einen politisch schweren Elefanten im fragilen Porzellanladen der Weltgemeinschaft? Darum geht es im Schwerpunkt dieses Friedensforums.

mehr ... Thema: Friedensbewegung

Im Blickpunkt

Christine Schweitzer

Ukraine-Krieg

Den Friedensplan kaputt reden?

Das Dilemma einer zweimonatig erscheinenden Zeitschrift ist, dass sie nicht aktuell sein kann, denn zwischen dem Beginn der Produktion und dem Versand liegen ein Monat. Deshalb kann es gut sein, dass dieser Kommentar überholt ist, wenn Sie, liebe Leser*innen, ihn lesen. Hoffentlich dadurch, dass ein Waffenstillstand näher gerückt ist, so unwahrscheinlich es leider scheint.

mehr ... Thema: Ukraine

Initiativen

Lars Blume

„Komm den Frieden wecken“ – Ein Klang, der Mauern löst

Rückblick auf die Ökumenische FriedensDekade 2025

Es war ein Weckruf, der durch Deutschland ging. Vom 9. bis 19. November 2025 stand die Ökumenische FriedensDekade unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“. In ihrem 45. Jahr reichten sich tausende Menschen, die Hand, öffnete Räume für Innehalten, Mahnung und gemeinsames Handeln. Kirchengemeinden, Schulen, Vereine und Initiativen machten Frieden sichtbar und hörbar, in Gottesdiensten, Andachten, Workshops, Ausstellungen, Konzerten und Aktionen. Über 3.000 Veranstaltungen, davon rund 1.000 zentral gemeldet, schufen ein bundesweites Mosaik aus Hoffnung, Mut und geteiltem Schmerz.

mehr ... Thema: Friedensbewegung, Friedensdekade

Friedensratschlag: Widerstand gegen Kriege und Kriegsvorbereitungen

32. Friedensratschlag: Es bewegt sich was ...

Der 32. bundesweite Friedensratschlag im Kasseler Philipp-Scheidemann-Haus brachte am 8. und 9. November 2025 rund 500 Teilnehmer*innen zusammen – ein Rekordwert. Wie Jutta Kausch-Henken vom Mitveranstalter Bundesausschuss Friedensratschlag erfreut hervorhob, sei etwa ein Viertel der Teilnehmer*innen zum ersten Mal dabei. Das jugendliche Element nahm tatsächlich einen spürbar größeren Raum ein als zuvor.

mehr ... Thema: Aufrüstung, Friedensbewegung, Wehrpflicht und Rekrutierung
Marek Voigt

Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!

Rückblick auf die Demonstrationen in Berlin und Stuttgart am 3. Oktober 2025

15.000 Menschen in Stuttgart und rund 20.000 in Berlin haben am 3. Oktober 2025 ein starkes Bekenntnis für Frieden und Diplomatie, gegen Krieg und Hochrüstung auf die Straße getragen. Unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!" zeigte sich deutlicher Widerspruch gegen die Hochrüstungspläne der Bundesregierung. 

mehr ... Thema: Aufrüstung, Friedensbewegung
Tom Weitkämper, Svenja Horn

NATO-Manöver in Hamburg

Aktivitäten gegen das NATO-Manöver „Red Storm Bravo“ in Hamburg

Tom Weitkämper und Svenja Horn Vom 23.-27.09.2025 hat in Hamburg das Bündnis „Kein-NATO-Hafen“ die Friedenswoche „Nein zur NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo! Ja zur zivilen Entwicklung!“ organisiert, mit u.a. einer stadtweiten Kundgebung sowie einer bundesweiten Demonstration. Mit einer Pressekonferenz wurden viele positive Berichte hervorgebracht, mit Flugblattverteilungen an den Knotenpunkten der Stadt aufgeklärt und markante Teile des Stadtbildes mit Transparenten verschönert. (1)

mehr ... Thema: Friedensbewegung, Militärstützpunkte, NATO
Martin Singe

Protest gegen Atomkriegsmanöver in Nörvenich

NATO trainiert Atomkrieg über der Nordsee

Über 150 Friedensbewegte demonstrierten am 11. Oktober bei herbstlichem Wetter erst vor dem Fliegerhorst Nörvenich und - nach einem Demozug - auf dem Schlossplatz des kleinen Ortes gegen das Atomkriegsmanöver der NATO, das am 13. Oktober 2025 beginnen sollte. Die NATO hatte kurz zuvor bekanntgegeben, dass das diesjährige Manöver vor allem in Volkel/NL und über der Nordsee stattfinde. Von deutscher Seite würden nuklearfähige Tornados, die derzeit in Nörvenich stationiert sind, und Eurofighter am Manöver teilnehmen. Insgesamt waren an der bis Ende Oktober durchgeführten Übung rund 2.000 Soldat*innen mit über 70 Militärflugzeugen aus 14 NATO-Staaten beteiligt. Bei der Übung wird trainiert, Atombomben an die Kampfflugzeuge zu montieren und auf gegnerische Ziele abzuwerfen.

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Chris Danowski

Proteste gegen Atomkriegsmanöver

Frieden üben – in Belgien, Deutschland und den Niederlanden

Im Herbst habe ich an drei Demonstrationen gegen Atomwaffen teilgenommen: in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland. Alle diese drei Länder haben US-amerikanische Atomwaffen in ihrem Land stationiert. Alle drei Länder verweigern den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag (AVV). Und alle drei Länder begründen ihr Handeln mit den Bündnisverpflichtungen des NATO-Bündnisses, welches eine notwendige Abschreckung und Verteidigung durch Atomwaffen notwendig machen soll.

mehr ... Thema: Atomwaffen, Friedensbewegung, Militärstützpunkte
Udo Buchholz

Leserbrief zum BBU

Seit 1972 aktiv: Der BBU / Ausblick auf 2026

Ergänzend zum Beitrag über die Umweltarbeit in der Bundesrepublik (Friedensforum 6 / 2025) möchte ich auf den Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hinweisen, der 1972 gegründet wurde. Der BBU ist in erster Linie ein Zusammenschluss von örtlichen, aber auch regional organisierten, Bürgerinitiativen im Umweltbereich. Es können aber auch Privatpersonen fördernd Mitglied werden.

mehr ... Thema: Friedensbewegung, Klimakrise, Krieg und Frieden

Krisen und Kriege

Julia Kramer

Krieg im Sudan: Rufe in die Stille

Das Massaker von El Fasher, Sudan

Von einem Massaker, was es mit uns zu tun hat, und der Notwendigkeit solidarischen Handelns.

mehr ... Thema: Friedensbewegung
Clemens Ronnefeldt

Brennpunkt Westasien

Israel und Palästina – Bestandsaufnahme und Ausblick

Mit dem 7. Oktober 2023, dem Überfall von Hamas- und anderen dschihadistischen Kämpfern auf Israel, begann eine Dynamik, die seit mehr als zwei Jahren alle Staaten der Region erfasst hat.

mehr ... Thema: Israel / Palästina
Thomas Walter

Venezuela: Planen die USA eine Intervention?

Militärische US-Intervention in Venezuela?

Seit sich in den Gewässern vor Venezuelas Küste immer mehr US-Kriegsschiffe tummeln und nach Gutdünken unbewaffnete Zivilisten ermorden, angeblich Drogenhändler, in der Mehrheit aber wohl einfache Fischer, stellen sich viele die Frage, ob es zu einem militärischen Angriff der USA auf Venezuela kommen wird. Das ist nicht mit Sicherheit zu beantworten, zumal die Pläne des US-Präsidenten nicht immer rational erklärbar sind. Wir können aber ein paar Aspekte betrachten, die uns helfen, einen möglichen Verlauf besser einzuschätzen. (Dieser Beitrag wurde Mitte November 2025 geschrieben.)

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Friedensbewegung international

Redaktion FriedensForum

Von Nobel zu Nobel: Offener Brief an Maria Corina Machado

Brief von Nobelpreisträger Esquivel an die Nobelpreisträgerin Machado 2025

Dieser Brief des argentinischen Nobelpreisträgers von 1980, Adolfo Pérez Esquivel, an die Gewinnerin des Friedensnobelpreises von 2025, Maria Corina Machado aus Ecuador, ging im Oktober um die Welt. Wir dokumentieren ihn hier, obwohl wir in der Redaktion seine Einstufung der jetzigen Regierungsform in Venzezuela als Demokratie nicht nicht teilen können – wohl aber seine Kritik an der Intervention der USA.

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Bernhard Clasen

Armenien und Aserbaidschan öffnen Grenzen – armenische und aserbaidschanische Zivilgesellschaften begegnen sich

Tauwetter im Kaukasus

Das, was am 21. und 22. Oktober in der armenischen Hauptstadt Eriwan passiert ist, hatte es in dem jahrzehntelangen, blutigen Konflikt zwischen Armeniern und Aserbaidschanern seit 35 Jahren nicht mehr gegeben. Vertreter*innen von armenischer und aserbaidschanischer Zivilgesellschaft trafen sich, um miteinander zu reden. Mitten in der armenischen Hauptstadt Eriwan. Zwar hatte es auch schon früher direkte Kontakte zwischen zivilgesellschaftlichen Vertretern von Armeniern und Aserbaidschanern gegeben. Doch die hatten immer in einem Drittland stattgefunden. Und nun war am 21.

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Hintergrund

Memo Sahin

Zur „Stadtbild-Debatte“

Das „Merz’sche Stadtbild“ – wer darf dazugehören?

Als Bundeskanzler Friedrich Merz am 14. Oktober 2025 in Brandenburg auftrat, wollte er eigentlich über Erfolge sprechen. Die Zahl der Asylanträge sei um 60 Prozent gesunken, sagte er stolz. Doch dann folgte ein Satz, der mehr über ihn verriet als jede Statistik: „Aber wir haben natürlich im Stadtbild immer noch dieses Problem.“ Ein Satz, zehn Wörter – und eine ganze Welt dahinter. Denn was meint Merz, wenn er von einem „Problem im Stadtbild“ spricht? Wer ist dieses Problem? Menschen, die anders aussehen? Die anders heißen, anders sprechen, andere Wurzeln haben?

mehr ... Thema: Friedensbewegung
Martin Singe

Atomwaffen und Völkerrecht

Darf die Bundeswehr Kriegsverbrechen üben?

Wir dokumentieren den kurzen Dialog zwischen den Veranstaltern der Nörvenich-Demonstration und den Ministerien der Justiz und Verteidigung zur Frage, ob die Bundeswehr mit dem Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ Kriegsverbrechen (Einsatz von Atomwaffen) üben dürfe. Das BMJ betont auf seiner Seite, dass jeder Atomwaffeneinsatz ein Kriegsverbrechen bedeute. Brieffloskeln sind weggelassen, die Anfragen stellte Martin Singe.

mehr ... Thema: Atomwaffen, Friedensbewegung, Völkerrecht
Johannes Schillo

„Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“

Buchbesprechung: Eine Bilanz der neuesten Militarisierung

In welchem Tempo und Ausmaß in letzter Zeit die Militarisierung der bundesdeutschen Gesellschaft stattgefunden hat, belegt eindringlich der aktuelle Sammelband der „Neuen Gesellschaft für Psychologie“ (NGfP), der auf deren Kongress „Krieg und Frieden“ (2025) zurückgeht.

mehr ... Thema: Militarisierung
Christine Schweitzer

Stell Dir vor, sie geben Krieg und (fast) alle müssen hin

Dienstverpflichtungen im Spannung- und Kriegsfall

Im Grundgesetz Artikel 12 a (1) ist das Recht festgehalten, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen zu verweigern. Ob dies auch im Kriegsfall uneingeschränkt gilt, das stellte das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil über einen ukrainischen Kriegsdienstverweigerer 2024 in Frage.

mehr ... Thema: Wehrpflicht und Rekrutierung
Klaus Schlichtmann

Den Vereinten Nationen die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens übertragen

80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki: Krieg abschaffen

Die Mehrheit der Japaner*innen unterstützt den Artikel 9 der japanischen Verfassung, der dem Krieg generell eine Absage erteilt. Ein Austausch von Informationen, z.B. wie und warum diese Friedensbestimmung von den Japaner*innen vorgeschlagen wurde, würde helfen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Frieden erreicht werden kann. Frieden ist möglich.

mehr ... Thema: Atomwaffen, Hiroshima/Nagasaki
Barbara Happe

Das Wehrdienstmodernisierungsgesetz

Wehrdienst: Ein weiterer Schritt Richtung Militarisierung der Gesellschaft

Kaum ein sicherheitspolitisches Thema hat in jüngerer Zeit eine so intensive öffentliche Debatte ausgelöst wie die Frage nach einer möglichen Rückkehr der Wehrpflicht. Neben der politischen Ebene meldeten sich auch zahlreiche zivilgesellschaftliche und friedenspolitische Initiativen zu Wort; insbesondere die Jugendverbände von Parteien und Gewerkschaften erteilten der Wiedereinführung eines Zwangsdienstes eine klare Absage. Nach monatelangen Auseinandersetzungen einigte sich die schwarz-rote Koalition im November auf einen Kompromiss: erstmal freiwillig, aber auch das nicht komplett.

mehr ... Thema: Friedensbewegung, Wehrpflicht und Rekrutierung
Martin Humburg

500 Jahre Bauernkrieg – Nur Gewalt? Eine Notiz

Lehren aus den Bauernkriegen

Zwei Jahre, in denen an „500 Jahre Bauernkrieg“ erinnert wurde, liegen hinter uns. Es gab lokales Gedenken, vor allem in den Hauptgebieten in Süddeutschland und Thüringen, mit eindrucksvollen Ausstellungen, Symposien und Akademie-Tagungen. Aber eine Breitenwirkung, wie z.B. bei den Erinnerungen an die Reformation („10 Jahre Luther-Dekade“), war nicht zu erkennen.  Es hätte doch eine Chance bestanden, dass die Kirchen das Kernthema ihrer eigenen Herkunft, den Streit um Gerechtigkeit in allen Fragen der Landwirtschaft (man denke an Kain und Abel) neu thematisierten, sich positionierten.

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Schwerpunkt

Redaktion FriedensForum, Michael Schulze von Glaßer

Die US-Strategie unter Trump

Einleitung zum Schwerpunkt

Sieben, acht und mehr Kriege will US-Präsident Donald Trump beendet haben. Und tatsächlich hat er im Oktober 2025 eine (fragile) Waffenruhe im Gazastreifen und eine Freilassung der Hamas-Geiseln an Israel bewirkt. Dennoch sind die USA alles andere als ein Friedensbote: Das völkerrechtswidrige Bombardement des Iran, Angriffe auf Schiffe vor der Küste Venezuelas, Annexionsdrohungen gegen Grönland und eine weitere Aufrüstung auch mit neuen Atomwaffen sind hier zu nennen.

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James W. Carden

Trump und der Ukraine-Krieg: Zwischen Versöhnung und Zwang

Trumps Politik gegenüber Russland und der Ukraine

Eine kohärente Erzählung zu überlagern, wo wahrscheinlich keine existiert, um die Politik von Präsident Donald J. Trump zu erklären, ist eine zutiefst wenig beneidenswerte Aufgabe, nicht zuletzt wegen der bekannt launischen Art des derzeitigen US-Präsidenten. Um seine Politik gegenüber Russland und der Ukraine zu verstehen, ist es hilfreich, mit dem Offensichtlichen zu beginnen: Präsident Trump hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Ende seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis zu gewinnen, und dafür wird er fast alles tun, um dieses Ziel zu erreichen.

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Joseph Gerson

Wettbewerb, Konflikt oder Koexistenz in Ostasien

Die USA und China

Die Menschheit befindet sich in einem inhärenten Konflikt zwischen aufstrebenden und untergehenden Mächten, der oft in katastrophalen Kriegen gipfelte. Der Handelskrieg zwischen den USA und China untergräbt ihre Volkswirtschaften und gefährdet die Sicherheit ihrer Völker und anderer Länder weltweit. Unfälle und Fehleinschätzungen wie die Kollision eines US-Aufklärungsflugzeugs mit einem chinesischen Kampfflugzeug im Jahr 2001 oder der irrtümliche Atomalarm auf Hawaii im Jahr 2018 könnten einen verheerenden Krieg auslösen.

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Martin Singe

Nahost-Politik unter Trump

US-Nahostpolitik: Wohl kaum nobelpreisfähig

US-Präsident Donald Trump wähnt sich bereits als „Friedensstifter“ im Nahen und Mittleren Osten. Dass er bei seinem Vorhaben vor allem strategische Interessen der USA und nicht eine regionale Friedenslösung im Interesse der Menschen in der Region im Sinn hat, dürfte nicht verwundern.

Thema: Israel / Palästina
Artikel nur in der Print-Version erhältlich.
Ben Müller

USA und Grönland

Droht eine US-Annexion von Grönland?

Als die USA im Jahr 1867 Alaska gekauft hatten, führten sie auch Verhandlungen mit Dänemark über den Erwerb von Grönland und Island. Zum Kauf der beiden Inseln kam es damals nicht, und auch der Kauf von Alaska war seinerzeit wenig populär. Spötter bezeichneten das Territorium als „Gefriertruhe“ von Außenminister Seward oder als Präsident Johnsons „Eisbärengehege“. Aber spätestens als im Norden Alaskas Erdölvorkommen entdeckt wurden, war die Mehrheit der Nation stolz auf den Erwerb.

mehr ... Thema: NATO
Axel Gehring

NATO: Geschwächt oder aufgerüstet?

Die NATO in der Zeit von Trump

Die Multipolarisierung der Welt dauert wirtschaftlich, politisch und militärisch fort. Zahlreiche nicht-westliche Staaten haben heute auf diesen drei Feldern ein beträchtliches Gewicht erlangt. Nicht nur der russische Angriff auf die Ukraine, sondern auch diese fortlaufende Multipolarisierung der Welt steckt hinter den steigenden Militärausgaben der NATO. Doch stärkt oder schwächt das nun eigentlich die NATO?

Thema: Aufrüstung
Artikel nur in der Print-Version erhältlich.
Ingar Solty

Das Verhalten der regierenden EU-Politiker*innen auf Trump

„Trumpisierung“ der EU?

Ist Donald Trump ein Faschist? Diese Frage ist im Vorfeld seiner Wahl zum 47. US-Präsidenten im bürgerlichen Mainstream immer wieder diskutiert worden. Anhaltspunkte gibt es genug: Trump verbreitet permanent Pogromstimmung gegen Schwarze, Latinos und Linke. Die Entmenschlichung ist systematisch. Im Wahlkampf sprach er über Zugewanderte immer wieder als „Wilde“ und „Tiere“, sprach – auch im Hinblick auf seine liberalen und linken Gegner – vom „inneren Feind“ und vom „Abschaum, mit dem wir es zu tun haben und der unser Land hasst“.

Artikel nur in der Print-Version erhältlich.
Juliane Hauschulz, Aicha Kheinette

Make Nukes Great Again

Die US-Atomwaffenpolitik unter Trump

Vor gut einem Jahr gewann Donald Trump erneut die Wahl zum US-Präsidenten. Zeit also, Bilanz zu ziehen. Trump inszeniert sich gern als Friedensbringer. Doch zugleich rühmt er sich mit Aufrüstung und der Zerschlagung internationaler Verträge. Während in einigen US-Medien über einen Friedensnobelpreis spekuliert wird, steht seine Politik klar für eine Abkehr vom Multilateralismus - ganz im Sinne der wiederbelebten Parole „America First“.

Thema: Atomwaffen
Artikel nur in der Print-Version erhältlich.
Tobias Pflüger

Die transatlantische Rüstungsachse unter den Regierungen Merz und Trump 2025 ff

Rüstungsexporte der USA nach Deutschland

Bundeskanzler Friedrich Merz sagt für die CDU/CSU/SPD-Bundesregierung, dass „alle finanziellen Mittel zur Verfügung“ gestellt werden sollen, „die die Bundeswehr braucht, um konventionell zur stärksten Armee Europas zu werden". Rheinmetall-Chef Papperger plappert das nun nach. Es gibt das inzwischen „verplante“ 100 Milliarden Sondervermögen Bundeswehr und es gibt das zweite Paket, kurz nach der Bundestagswahl beschlossen mit CDU/CSU/SPD und Grünen, das Friedrich Merz angekündigt hat mit „Whatever it takes“, das Stück für Stück in den Militärhaushalt „eingepflegt“ werden soll.

Thema: Aufrüstung
Artikel nur in der Print-Version erhältlich.
Marius Pletsch

US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland

Mittelstreckenwaffen – warum und kommen sie wirklich?

Was bei Tierschutzbemühungen eine Erfolgsmeldung wäre („Eine Gattung kehrt zurück“), ist im Kontext von Abrüstung eine schlechte Nachricht und brandgefährliche Entwicklung: Landgestützte Mittelstreckenwaffen drohen in größerer Zahl auf den europäischen Kontinent zurückzukommen und könnten in den kommenden Jahren durch ihre immanente Charakteristik und ein sich abzeichnendes Wettrüsten bei der Waffengattung weitere Unsicherheiten in der Region bringen. 

mehr ... Thema: Friedensbewegung, Mittelstreckenwaffen
Eric Bachman, Dorie Wilsnack

Ziviler Widerstand gegen die Abschaffung der Demokratie

Protestbewegung gegen Trump

Die Trump-Regierung stört und destabilisiert das Leben in den Vereinigten Staaten von heute. Die politischen Veränderungen erhöhen sowohl die persönliche als auch die finanzielle Unsicherheit, und diese Unsicherheit dominiert die Stimmung in der Bevölkerung. Die Veränderungen kommen in raschem Tempo und aus vielen Richtungen. Wir geben hier eine kurze Zusammenfassung. 

mehr ...
David Scheuing

Frieden verunmöglichen? Friedensforschung und Friedensarbeit in Zeiten Trumps

Auswirkungen der Trump’schen Politik auf die Friedensforschung

Seit knapp einem Jahr ist Donald Trump erneut Präsident der USA, alle Befürchtungen zu seiner Amtsführung haben sich krasser bestätigt, als viele gehofft hatten. Gerade abseits der großen Debatten spielen sich in Ministerien und Institutionen dramatische Umgestaltungen ab. Auch die drastisch eingekürzte Förderlandschaft sowie die Kämpfe gegen die Wissenschaft sind noch heftiger als erwartet. Welche Auswirkungen hat diese autoritäre Zurichtung auf die Friedensforschung und Friedensarbeit in und aus den USA?

Thema: Friedensbewegung
Artikel nur in der Print-Version erhältlich.
Peter Bürger

Film als Kultstätte des Krieges

Soft Power: US-Spielfilme im Krieg für das Gute

‘Krieg’ ist keine ewige Naturtatsache und liegt uns auch nicht in den Genen. Erst seit etwa 5.000 Jahren bildet er im Zuge der Entstehung des Staates eine Grundsäule jenes zerstörerischen Zivilisationsprogramms, das die Spätgeschichte des Homo sapiens kennzeichnet. Kriegerisches Massenmorden steht als Kulturphänomen durchaus nicht in Einklang mit dem Wesen unserer Gattung! Über hunderttausende Jahre war der Mensch gerade durch seine Empathie und egalitäre Kooperation erfolgreich.

Artikel nur in der Print-Version erhältlich.