Kampagne "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen"

von Roland Blach
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1993 gründeten Organisationen und Initiativen aus der deutschen Friedensbewegung die Kampagne "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen". Sie beteiligt sich am internationalen Netzwerk "Abolition 2000", in dem über 1400 Organisationen aus88 Nationen für eine Konvention zur Eliminierung von Atomwaffen arbeiten. Der Trägerkreis der Kampagne, der mittlerweile annähernd 40 Gruppen in Deutschland umfasst, trifft sich seitdem vierteljährlich, um gemeinsame öffentlichkeitswirksame Aktionen vorzubereiten.

Nach Verkündung des historischen Richterspruchs vom 8.7.96 in Den Haag, wonach der Einsatz von und die Drohung mit Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen, lud die Kampagne "Atomwaffen abschaffen - beiuns anfangen" im April 1997 zu einer Konferenz nach München ein, bei der sich über 400 Personen über aktuelle Atomwaffenstrategien und die Chancen für deren Abschaffung informierten und miteinander diskutierten. Seitdem veranstaltet die Kampagne alljährlich ihre Jahrestagung. So zunächst im Juni 1998 in Dresden, beeinflusst durch die Atomtests in Pakistan und Indien, und im Oktober 1999 in Cochem an der Mosel unweit des Atomwaffenlagers Büchel.

Diese Tagung endete mit der Verabschiedung des Cochemer Appells (vgl. FF 6/99), mit dem Unterschriften für den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland gesammelt werden. Vom 15.-17. September 2000 findet die nächste Jahrestagung in Rostock statt.

Kontakt: Gewaltfreie Aktion Atom
c/o Roland Blach, Lenzhalde 53, 70806 Kornwestheim

 

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Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden Württemberg, Koordinator der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“