Im Vorfeld der Haushaltsverhandlungen hat das Netzwerk Friedenskooperative einen Brief an Bundestagsabgeordnete geschickt. In diesem Brief, der an den Auswärtigen-, Verteidigungs-, Haushalts- und an den Ausschuss für Arbeit und Soziales ging sowie an relevante Unter Ausschüsse, fordern wir von den MdBs, dass sich diese in der Debatte über den Bundeshaushalt für Abrüstung einsetzen und nicht weitere Milliarden Euro für Abrüstung ausgeben. Denn weitere Gelder für Rüstung würden bedeuten, dass Geld für die Sanierung von Schulen oder der Altenpflege fehlen würde, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Mach mit und schreibe Deinem Bundestagsabgeordneten

Schreibe eine Email oder einen Brief an Deinen Bundestagsabgeordneten:

  1. Die Vorlage für das Anschreiben als Brief oder Email findest Du unten stehend und hier als [.doc-Datei].
  2. Die Adresse Deines Bundestagsabgeordneten kannst Du auf der Seite von abgeordnetenwatch.de recherchieren.

Weitere Infos zur Lobbyarbeit findest Du auf unser Übersichtsseite Lobbying for Peace.

Stand: 10.09.2018

Vorlage Lobbybrief für Abrüstung im Vorfeld der Haushaltsverhandlungen 2019

 

Nachfrage zu Ihrem Standpunkt zur geplanten Erhöhung der Rüstungsausgaben

[Sehr geehrte/r Titel + Vorname + Nachname],

ich schreiben Ihnen aus Sorge über die Pläne der Bundesregierung, den Verteidigungshaushalt in den kommenden Jahren nach den NATO-Zielvorgaben massiv, auf 2% des Bruttoinlandproduktes, aufzustocken. Ich bin sehr besorgt über die weltweit und in Deutschland stetig steigenden Rüstungsausgaben und ein schnelleres Drehen der Rüstungsspirale mit steigendem Risiko kriegerischer Konflikte. Wie viele Menschen in Deutschland frage ich mich, woher das Geld für eine solch massive Aufrüstung kommen soll und warum dieses Geld nicht sinnvoller, z.B. für die Sanierung von Schulen oder für eine bessere Altenpflege, genutzt wird. Der Antikriegstag am 1. September hat gezeigt, dass Abrüstung für viele Menschen wieder ein wichtiges Thema ist. Auch verschiedene Aufrufe, wie z.B. „abrüsten statt aufrüsten“, der bereits von knapp 90.000 Menschen unterzeichnet wurde, sind Ausdruck und Zeichen der Sorge vieler Bürgerinnen und Bürger und verdeutlichen ihren Widerspruch gegen jegliche Aufrüstungspläne.

Ich würde gerne Ihren Standpunkt zur Erhöhung des Rüstungshaushaltes erfahren und diesen.
Hierzu meine Fragen:

  1. Beabsichtigen Sie sich für, oder gegen eine Erhöhung des Rüstungshaushaltes zu positionieren?
  2. Welches sind die Hauptbeweggründe Ihres Standpunktes?
  3. Halten Sie eine Erhöhung der Rüstungsausgaben vor dem Hintergrund für vertretbar, dass gleichzeitig bei Klimaschutz, Bildung, Gesundheit, Altenpflege und weiteren sozialen Bereichen Geld fehlt?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Im Vorfeld der Debatten über den Bundeshaushalt möchte ich Sie bitten, sich für Abrüstung statt für noch mehr Aufrüstung einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

[Name]