Ostermärsche 2018

Mehr Menschen setzen sich wieder aktiv für Frieden ein

von Kristian GollaPhilipp IngenleufMarvin MendykaKathi Müller
Ostermarsch 2018
Ostermarsch 2018

Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der Ostermärsche 2018 und registriert einen erneuten Anstieg bei den TeilnehmerInnenzahlen. Trotz des teilweise wechselhaften Wetters lag die Beteiligung über dem Niveau der Vorjahre, in einigen Städten wie Bremen und Hannover sogar deutlich darüber. Der Trend der letzten Jahre, dass sich an den Ostermärschen wieder mehr Menschen aktiv beteiligen und für diese interessieren, bestätigt sich 2018 erneut. Insgesamt gab es über 100 Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Ostermärsche.

Das Netzwerk Friedenskooperative sieht die steigenden TeilnehmerInnenzahlen darin begründet, dass angesichts der erschreckenden Weltlage viele Menschen den Frieden bedroht sehen und nicht mehr hinnehmen wollen, dass Krisen und Kriege durch die aktuelle Politik noch bestärkt werden. Vielen Menschen wird bewusst, dass die Welt auf eine Katastrophe zusteuert. Die zunehmende Aufrüstung, Rechtspopulismus, totalitäre Regime, Menschenrechtsverletzungen und Kriege, all dies sind weltweit zunehmende Tendenzen, die Frieden und Gerechtigkeit bedrohen – auch in Deutschland. Die TeilnehmerInnenzahlen der Ostermärsche steigen seit 2013 Jahr für Jahr kontinuierlich leicht an. In den letzten beiden Jahren ist jedoch eine deutlichere Zunahme zu registrieren. Auch neue Veranstaltungsorte sind wieder hinzugekommen in Städten wie Heidelberg, Limburg und Siegburg. Besonders erfreulich war, dass gewerkschaftliche Gruppen die Ostermärsche dieses Jahr stärker unterstützt haben. Zu ihrem 60. Geburtstag bleiben die Ostermärsche ein mahnendes und dringend notwendiges Zeichen an die Politik, sich ernsthaft und konsequent für Frieden einzusetzen.

Hauptthemen der Ostermärsche 2018 Da die Ostermärsche von Friedensgruppen auf regionaler und lokaler Ebene organisiert und durchgeführt werden, variieren die Themenschwerpunkte der Aufrufe und Reden von Stadt zu Stadt. Bei so gut wie allen Ostermärschen wurde dieses Jahr jedoch die zunehmende Aufrüstung Deutschlands, die Bedrohung durch Atomwaffen, deutsche Rüstungsexporte, die Konflikte im Nahen Osten, insbesondere in Syrien, sowie eine neue Entspannungspolitik mit Russland thematisiert.

Arbeit des Netzwerk Friedenskooperative zu Ostern
Das Bonner Büro fühlt sich bestärkt in seiner Arbeit durch die vielen positiven Rückmeldungen und das hohe Interesse an Ostermarsch-Informationen. Das belegen vor allem die BesucherInnenzahlen auf unserer Webseite. Unser Informationsangebot mit Terminen, Aufrufen und vielen weiteren Infos wurde vor und zu Ostern fast 50.000 Mal aufgerufen. Wir vom Netzwerk Friedenskooperative freuen uns sehr darüber, dass so viele Menschen unser Angebot genutzt haben und wir damit einen wichtigen Beitrag zur Mobilisierung und Durchführung der Ostermärsche beitragen konnten. Wir konnten auch wieder viele InterviewpartnerInnen aus den verschiedenen Städten an die Presse vermitteln, und auch selber wurde das Netzwerk Friedenskooperative und seine MitarbeiterInnen reichlich interviewt und in den Medien auf unsere Arbeit hingewiesen. Auch in den Sozialen Medien liefen die Ostermärsche gut, was sich am starken Anstieg der Zahl unserer Follower auf Twitter und Facebook bemessen lässt. Der Ostermarsch ist also längst in der virtuellen Welt angekommen. Auf diesem Wege möchten wir allen TeilnehmerInnen und VeranstalterInnen der Ostermärsche ganz herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement danken! Einen Rückblick auf die Ostermärsche 2018 mit Redetexte, Aufrufen und Fotos gibt es auf www.friedenskooperative.de/Ostermarsch-2018

Ausgabe

Rubrik

Initiativen
Arbeitet beim Netzwerk Friedenskooperative. Ist Co-Sprecher der Kooperation für den Frieden und Kampagnenkoordinator von „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ und "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien".
Referent für Social-Media und Öffentlichkeitsarbeit beim Netzwerk Friedenskooperative.
Kathi Müller ist Mitarbeiterin des Netzwerks Friedenskooperative