Titelblatt FriedensForum 5 1990
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Ökologie und Frieden

Weitere Themen: 

  • Entrüstet Daimler: Demo gegen Rüstungsexporte am 17.11 in Stuttgart
  • Golf-Konflikt
  • Friedensdekade
  • Atomwaffengrüfte
  • Diskussionen
  • Aktionen und Termine aus der Friedensbewegung

Initiativen

Christine Schweitzer

Ermutigung beim BoA-Arbeitstreffen?

Zur Arbeitskonferenz "BRD ohne Armee" am 13./14. Oktober sind zwar nur etwa sechzig Menschen nach Köln gekommen, von der Be­ratung des "harten Kerns" von Bremen bis München können aber wichtige Impulse ausgehen. Da das "Friedensforum" einen Tag nach der Konferenz in Druck gegangen ist, geben wir an dieser Stelle nur einen ersten subjekti­ven Eindruck des Treffens wieder.

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Ulrich Frey

Ein Anfang für Verständigung und Versöhnung

ZWEITE DEUTSCH-SOWJETISCHE FRIEDENSWOCHE (31.8.-8.9.1990)

115 Aktive der Friedensbewegung aus 25 Orten der ehemali­gen Bundesrepublik und 10 Aktive der Friedensbewegung aus der 

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Paul Russmann

Zur Demo am 17.11.1990 in Stuttgart

ENTRÜSTET DAIMLER! Bombenge­schäfte mit dem Kalifen von Bagdad

 

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Andreas Speck

Furchtbare Juristen

Was in anderen Bundesländern rechtens ist, ist es in Rheinland-Pfalz noch lange nicht. So wurde, trotz des Freispruchs im Frankfurter "Soldatenprozeß" im letzten Jahr am 17. Juli in Mainz der totale Kriegs­dienstverweigerer Andreas Speck aus Bad Kreuznach wegen der Äuße­rung "Alle Soldaten sind potentielle Mörder" wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen † 30.- DM verurteilt.

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Freispruch wegen versuchter Nötigung

Im Juni diesen Jahres wurde ein Urteil des Amtsgerichts Pirmasens in der Strafsache gegen IPPNW-Mitglied Prof. Dr. Bonhoeffer rechtskräftig, das für einige andere Verfahren evtl. auch von Relevanz ist. Die Anklage lau­tete auf versuchte Nötigung (Blockadeaktionen am Giftgasdepot 1988).

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Dieter Kinkelbur

Internationale Sommerakademie über "Die Zukunft der Armeen?" im österrei­chischen Schlaining

Weit über hundert Interessierte, darunter Friedensbewegte und Militärs trafen sich Anfang Juli im burgenländischen Schlaining, um auf einer einwöchigen Sommerakademie über die Zukunft der Armeen im Allge­meinen und des österreichischen Bundesheeres im Besonderen zu dis­kutieren.

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Klaus Huber

BoA-Aktionen im wilden Süden der Republik

Der Durchbruch ist noch nicht geschafft

Die DFG/VK Landesgeschäftsstelle Baden-Württemberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen über alle BoA-Aktionen am 1. Septem­ber in Baden-Württemberg zu sammeln.

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Martin Gräbener

An die Initiative "Bundesrepublik ohne Armee - BoA"

Wolfgang Bruckmann, zu jenem Zeitpunkt Mitarbeiter bei der Fraktion der Grünen, hat in einem im September in der Frankfurter Rundschau er­schienenen Artikel die Kampagne BoA als "Gartenzwerg" bezeichnet und heftig kritisiert. Martin Gräbener nimmt im folgenden Stellung zu Bruck­manns Äußerungen:

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Bernt Schnettler

Internationaler KDV-Tag in Spanien

Am 15. Mai den -Internationaler Tag der KDV- wurde in vielen Ländern in phantasievoller Weise für die Abschaffung der Wehrpflicht demonstriert. Das angestrebte Ziel, innerhalb der antimilitaristischen Bewegung eine stärkere transnationale Vernetzung zu schaffen, ist dabei in ganz neuer Qualität erreicht worden. Bernd Schnettler berichtet von den Aktionen in Spanien:

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Hintergrund

Henning Schierholz

Sind die GRÜNEN für die Friedensbe­wegung noch wählbar?

Sind die GRÜNEN für die Friedensbe¬wegung noch wählbar?

Die GRÜNEN haben sich in den letzten Jahren verändert. Von zahlreichen inneren Krisen geschüttelt, mit einer nicht unerheblichen Mandatsträ­gerInnen und WählerInnen-Rotation und dennoch: Die (relativ gesehen) erfolgreichste politisch-parlamentarische Kraft der achtziger Jahre. Se­riöse Schätzungen sehen jedes dritte aktive Mitglied zugleich als ParlamentarierIn, natürlich die meisten auf Kommunal- nicht wenige aber auch auf Landes-, Bundes- und Europaebene.

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Detlef Beck

oder: Ein Konzern verliert die Sprache und schämt sich nicht

Mit Mannesmann: Schneller zum Atom­krieg 

Der Auftrag

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Volker Böge, Andreas Buro

Gesamteuropäische Friedensordnung oder NATO als Ordnungsmacht?

Die Arbeitsgruppe "Deutsch-deutsche Zusammenarbeit von unten" hat sich auf ihrer letzten Beratung darauf verständigt, die Frage nach einer euro­päischen Friedensordnung zu ihrem vordringlichsten Thema zu ma­chen. Um in die Problematik einzuführen, geben wir im Folgenden Einschätzun­gen und Überlegungen in drei Schritten:

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Otfried Nassauer

Chemie-Waffen: Abzug wozu?

Die Operation "Lindwurm", der Abzug von mehr als 100.000 Granaten mit dem tödlichen Nervengas, verlief - Gott sei Dank - ohne größere Zwi­schenfälle. Es gab keinen Unfall, auch nicht beim Bahntransport, bei dem sich hätte zeigen müssen, ob die Transportcontainer Aufprallgeschwin­digkeiten von bis zu 90 km/h ausgehalten hätten, obwohl nur bei Bruch­teilen dieser Geschwindigkeit getestet. Besser so. Und: Es ist noch ein­mal gutgegangen!

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Otfried Nassauer

C-Waffen: Versteckspiele? 

Die Bundestagsabgeordnete Angelika Beer wollte es genau wissen. Sie fragte die Bundesregierung explizit, ob es neben Clausen in der Vergan­genheit auch andere Lager mit amerikanischer Giftgasmunition in der Bundesrepublik gegeben habe, was gegebenenfalls mit diesen Lagern geschah, und wann in der Vergangenheit Transporte chemischer Waffen in der Bundesrepublik stattgefunden hätten. Insgesamt 12 detaillierte Fragen zu diesem Komplex. Die Bundesregierung reagierte am 23.

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Schwerpunkt

Helmut Röscheisen

Neues Denken im Umgang mit der Natur

Der soeben vorgelegte Bericht der Bundestagsenquetekommission "Vor­sorge zum Schutz der Erdatmos­phäre" macht deutlich, wie weit wir die Zerstörung des Planeten Erde bereits vorangetrieben haben. Ein mittlerer Temperaturanstieg um 5-8o C bis zum Jahr 2100 wird vorausgesagt, wenn nicht ein sofortiger und dramatischer Kurswechsel in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft stattfindet.

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Olaf Achilles

Militär als Umweltvernichter

Konfliktbereich Militär und Ökologie

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Stefan Kirschbaum

Zerstörung der tropischen Regenwälder und Menschenrechtsverletzungen in Zaire

Zaire ist nach Brasilien und Indonesien der Staat mit den drittgrößten Re­genwaldvorkommen der Erde. Die Regenwälder nehmen den gesamten nördlichen Bereich des Landes ein und bedecken ca. 106 Mill. Hektar. Durch eine schlechte Verkehrsinfrastruktur und nur einen schmalen Zu­gang zum offenen Meer ist der Regenwald Zaires lange Zeit kaum beach­tet worden.

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Dr. Wilhelm Knabe

Brief an die Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre vom 3.8.1990

Militär als Ozonkiller

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

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Katja Tempel

"Gorleben bebt" erfolgreich zu Ende ge­bracht

Eine Idee entsteht...

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Karl Glück

Widerstand gegen Forschung an biolo­gischen Waffen in den USA

Die Methoden der Gentechnik haben es den Militärstrategen erlaubt ihre Beurteilung biologischer Waffen zu revidieren. Sie galten als unbere­chenbar und deshalb nur beschränkt einsetzbar. Mit gentech­nischen Methoden könnten massgeschneiderte B-Waffen entwickelt werden.

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Peter Starlinger

Diskussion:

Ist Gentechnologie vertretbar?

Gene sind Moleküle, in denen Bausteine zu langen Ketten aufgereiht sind. Wie in einer Schrift bestimmt die Reihenfolge der Bausteine die geneti­sche Information. Die Frage, ob und wie man mit Genen umgehen darf, gleicht der Frage, ob und wie man mit Büchern umgehen darf. Die Ant­wort muß heißen: Es kommt auf den Inhalt an.

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Axel Köhler-Schnura, Uwe Friedrich

Die Coordination gegen  Bayer-Gefahren e.V.

Der "Arbeitgeber", eine Fachzeitschrift für Unternehmer etc., berichtet, daß bei Bayer mitunter bis zu 300 Leuten damit beschäftigt sind, die Akti­vitäten eines Bayer-kritischen Netzwerkes, der "Coordination gegen Bayer-Gefahren e.V.", zu beobachten und Gegenstrategien zu ersinnen. Ein absolutes Novum in der Geschichte nicht nur dieses Multis.

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Saral Kumar Sarkar

Zur Verantwortung des Einzelnen für die Bewahrung der Umwelt

"Was kann ich allein tun?"

Schon 1976 riet der Friedensforscher Theodor Ebert den damaligen Frie­densbewegten, sich für die Ökobewegung zu engagieren. Er schrieb:"Selbst wenn wir eine vollständige Abrüstung zustande brächten und selbst wenn wir die Produktionsmittel in die Hände der Produzenten überführten, hätten wir das Friedensziel noch nicht erreicht.

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Bernhard Gill

Ist Gentechnik friedensfähig ?

Wenn ein Organ der Friedensbewegung Gentechnik-Kritiker um Stellung­nahmen bittet, so ist es naheliegend, zunächst über Biowaffen zu spre­chen. Waffen also, die es zwar schon länger gibt, die aber mit Hilfe der Gentechnik sehr stark verfeinert und erst im breiten Rahmen einsatzfähig gemacht werden könnten.

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Udo Knapp

Einleitung

Mehr als irgendein anderes Ereignis der letzten Jahre hat die Golfkrise tiefe politische Differenzen in der Friedensbewe­gung offenbart. Mindestens drei miteinander unvereinbare Positionen können identifiziert werden: Entschiedener Protest gegen den militärischen Aufmarsch in der Golfregion bei gleichzeitiger Verurteilung der irakischen Aggression (Beispiel: Erklärung aus dem Netzwerk Friedenskooperative), 2.

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Christine Schweitzer

Erwiderung auf Udo Knapp

Über die hilflose Realpolitik

Daß Udo Knapp selbst zu Beginn seines Aufsatzes die Argumente gegen den Plan der Allierten, den "neuen Hitler" Hussein notfalls militärisch in die Knie zu zwingen, benannt, sollte ihm nicht ersparen, sie sich noch­mals anhören zu müssen. Zumindest eines muß man sich eindeutig be­wußt machen: 

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